Neben der Produktion von Mal- und Zeichenbedarf nach historischem Vorbild bemüht sich Cenninas Verlag um den Erhalt und die Verfügbarkeit kostbarer alter Texte zu Kunst und Maltechnik.

Bisher sind folgende Bände erschienen:

Das Buch von der Kunst ist wahrscheinlich das bedeutendste Traktat über die künstlerischen Techniken des Spätmittelalters, das auf unsere Zeit überkommen ist. Um 1400 wurde es von Cennino Cennini geschrieben, einem Maler der Florentinischen Schule, der aus Colle di Val d’Elsa stammte. Als Schüler von Agnolo Gaddi stand er in direkter Traditionslinie mit dem „Gran Maestro” Giotto, dessen Maltechnik durch Cenninis Traktat überliefert ist.
Das Original des Libro ist nicht erhalten, sein Text konnte aber durch zeitnahe Kopien rekonstruiert werden. In  vielen kostbaren Editionen kam das Traktat seit 1821 in den Druck. Die erste deutsche Übersetzung erfolgte 1871. Diese Neuausgabe schließt eine Lücke: Das Buch von der Kunst soll wieder leichter verfügbar sein, um auch heute in der Praxis zur Anwendung zu kommen. Bisher war es nur in dem aufwendigen Zusammenhang der Quellenschriften für Kunstgeschichte zu erwerben.

 

 

Taschenbuch, 204 Seiten, mit Abbildungen und ausführlicher historischer Einführung. Vollständiger Text. Überarbeitung der Übersetzung von Albert Ilg durch Aline Ehrhardt, Herausgeberin.

 

 

ISBN 978-3-946089-00-1

 

 

 

 

 

 

 Auszug aus dem Vorwort: ...Damit dieser kunsthistorisch unermessliche Schatz mit seinen Tipps und Rezepturen nicht nur der Wissenschaft erhalten bleibt, sollte er auch wieder Einzug in die Ateliers und Werkstätten heutiger Künstler halten und zum Ausprobieren der wunderbaren Anleitungen anregen.
Manche Kapitel sind  für den Werkstattalltag sicher nicht mehr aktuell. So wird man keine Eichhörnchenschwänzchen mehr vor Mottenfraß bewahren müssen, auch wird man sicher nicht mehr all zu oft Kapaunenknochen unter dem Tisch finden. Dem Anwender wird sich, warum auch immer, erweisen, dass nicht alle Empfehlungen Cenninis durchführbar sind. Und trotzdem: Sein Traktat wirkt regelrecht als Zeitmaschine in die Welt der Malerwerkstätten des Quattrocentos. Mit  faszinierender Genauigkeit schildert er der Malpraxis längst verlorengegangene Vorgehensweisen. Viele der Rezepte bieten für die heutige Praxis eine enorme Erweiterung.

 

Cennino Cennini, Das Buch von der Kunst oder Il libro dell'arte
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Durch Joseph Meder, Kunsthistoriker und Direktor der Albertina, erfuhr der Silberstift  einen neuen Aufschwung. Der historische Vorgänger des Bleistifts, der vor allem in der Renaissance viel benutzt wurde und danach in Vergessenheit geriet, sollte wieder zur Anwendung kommen. Das Büchlein vom Silbersteft, ein Tractätlein für Moler erschien 1909 in Wien. Mit beigefügtem Stift und Gebrauchsanweisung sowie dem dazu- gehörigen Papier kam es, nach dem Vorbild der alten Skizzenbücher der Renaissance, damals auf den Markt.

In moderne Sprache übertragen und mit Tipps für die heutige Praxis versehen, soll dieser kleine Band dazu auffordern, den Silberstift wieder zu gebrauchen. Ein Exkurs in die Geschichte des Stiftes mit vielen Abbildungen vermittelt einen direkten Zugang zu dieser edelen Zeichentechnik.

 

 

 

 

Taschenbuch, 68 Seiten, zahlreiche Abbildungen. Übertragung des Textes in heutige Sprache. Mit vollständiger Wiedergabe des Originals von 1909.

 

 

 

ISBN 978-3-946089-01-8

 

 Der Silberstift ist ein wunderbares, feines Zeichengerät. Heute fast unbekannt, war er, vor allem in der Renaissance, ein unverzichtbares Mittel zum Entwurf von Bildern, aber auch für eigenständige Zeichnungen. Der historische Vorläufer des Bleistifts lässt sich nicht durch heutiges Material ersetzen, sein feiner Strich und das typische Kolorit sind unverwechselbar.
Joseph Meder schrieb 1909 Das Büchlein vom Silbersteft, um den Gebrauch dieser Technik wieder zu fördern. Dazu wählte er den Sprachstil und eine Darstellung, die an ein Schriftstück der Renaissance erinnern sollten.
Sein Versuch, den belehrenden Ton eines alten Werkstattmeisters anklingen zu lassen, kommt jedoch antiquiert und hölzern daher. Er ist zu gewollt gewählt. Statt Atmosphäre zu schaffen, wirkte er vielleicht schon zu seiner Zeit etwas verkünstelt. Seine Motivation ist jedoch deutlich und bis heute bereichernd:  Der Erhalt des Silberstifts für eine kostbare und unersetzbare Zeichentechnik, die nicht verloren gehen darf.

Joseph Meder, Das Büchlein vom Silbersteft
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